Dr. Armin Bassarak

Text eines Vortrages, gehalten am 18.3.1999
bei der 4. Deutschen Turkologen-Konferenz in Hamburg

Neue Möglichkeiten der Recherche turkologischer Fachliteratur

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Wohl niemand von uns kommt in seiner täglichen Forschungsarbeit mit den Beständen seiner privaten Bibliothek aus. Also sind wir alle immer wieder auf die Bestände größerer Bibliotheken angewiesen. Außerdem ist es für jede(n) von uns wichtig, zu erfahren, welche neuen Bücher zu dem jeweiligen Forschungsfeld im In- und Ausland erschienen sind. Jede(r) hat sich im Laufe der Jahre bestimmte Routinen angewöhnt, wie sie/er zu diesen Informationen kommen kann. Angesichts der rasanten Entwicklung der Informationstechnologie ist es jedoch angezeigt, in mittlerweile relativ kurzen Abständen zu überprüfen, ob man mit den Methoden, die man sich angewöhnt hat, noch das Optimum an Informationen aus dem heutigen Angebot herausholen kann. Ich spreche bewußt von Optimum und nicht von Maximum, denn bekanntlich ist eines der Charakteristika der heutigen Situation ein Überangebot an Informationen, das uns zur Selektion zwingt, wenn wir unsere Recherchen halbwegs effektiv, d.h. vor allem mit einem im Verhältnis zum Ergebnis erträglichen Zeitaufwand betreiben wollen. Darum bitte ich Sie, meine folgenden Darlegungen als Anregung zur Effektivierung Ihrer Suchtechniken an der Schwelle des 21. Jahrhunderts zu betrachten.

Vielleicht mag die/der eine oder andere von Ihnen denken, dass sie oder er selbst genausogut über dieses Thema referieren könnte. Was also veranlasst mich, mit diesem Thema vor Ihnen aufzutreten? Seit nunmehr knapp einem Jahr arbeite ich als Fachreferent am Sondersammelgebiet "Vorderer Orient/Nordafrika" der DFG an der ULB Sachsen-Anhalt in Halle. Dieses Sondersammelgebiet gehört zusammen mit vielen Sondersammelgebieten zu anderen Fächern zu einem bundesweit verzweigten Netz, das in Deutschland eine Art dezentralisierter Nationalbibliothek darstellt. Die Aufgabe aller dieser Sondersammlungen ist es, die Literatur zu dem jeweiligen Fach in einer viel höheren Vollständigkeit zu erwerben und zur Benutzung bereitzustellen, als es eine einzelne Universitätsbibliothek könnte. Für die Turkologie befindet sich das zuständige Sondersammelgebiet nun seit 1998 in Halle, nachdem es vorher viele Jahre in Tübingen geführt worden ist. Die Gründe dieser Umsetzung hängen mit der gleichmäßigeren Verteilung der Sondersammelgebiete über die gesamte Bundesrepublik nach der Vereinigung Deutschlands zusammen. Wir sind also nicht das einzige Sondersammelgebiet, das seinen Standort gewechselt hat.

Nun muss ich noch eine Vorbemerkung eher technischer Art machen. Ich beobachte immer wieder, dass sich die Beherrschung und die Nutzung der neuen Informationstechnologien sehr unterschiedlich verbreitet. Das hat objektive, aber auch subjektive Ursachen. Die objektiven sind z.T. dadurch bedingt, dass infolge der rapiden Entwicklung dieser Informationstechnologien ihre Verfügbarkeit an einzelnen Standorten ungleich schnell vorankommt. Die subjektiven Ursachen hingegen hängen manchmal auch mit einer gewissen Bequemlichkeit beim Aufgeben von Gewohnheiten und bei der Aneignung neuer Techniken zusammen. Ich muss also damit rechnen, dass in einem Publikum wie hier der Stand der Kenntnisse zu dieser Materie gegewärtig sehr unterschiedlich ist. Daraus folgt, dass einigen von Ihnen die Dinge, die ich vortragen werde, längst vertraut oder zumindest teilweise vertraut sind, für andere hingegen werden sie hoffentlich von Nutzen sein können. Deshalb möchte ich die erstgenannte Gruppe um Entschuldigung bitten, falls ich bei ihnen Eulen nach Athen oder Hunde nach İstanbul tragen sollte.

Wann und wo immer von modernen Informationstechnologien die Rede ist, fällt zu Recht sehr schnell das Stichwort "Internet". Was man in der Presse über das Internet lesen oder hören kann, ist manchmal nicht sehr schmeichelhaft. Es bietet aber ein ziemlich verzerrtes Bild von dem Nutzen und der Leistungsfähigkeit dieses weltweit größten Datennetzes, ohne das auch wir in unserer Arbeit mittlerweile nicht mehr auskommen können. Ich hatte für meinen heutigen Vortrag um die Bereitstellung eines vernetzten Rechners und eines Projektors gebeten, um Ihnen an einigen konkreten Beispielen zeigen zu können, welche Informationsangebote aus dem Internet Sie als Turkologen für Ihre Literaturrecherchen nutzen können, von denen ich eingangs gesprochen habe. An dieser Stelle möchte ich Herrn Buğday herzlich für seine hartnäckigen Bemühungen um die Bereitstellung dieser Geräte danken, die schließlich doch zum Erfolg geführt haben.

Dabei will ich Sie nicht mit Allgemeinplätzen über Internet-Suchmaschinen u.ä. allgemeingültige Techniken langweilen, obwohl mir bewusst ist, dass es auch da bei dem einen oder anderen durchaus noch Informationsbedarf gibt. Ich möchte Ihnen vielmehr ganz spezielle Informationen für turkologische Recherchen geben, die Sie zwar bei einiger Suche auch alleine herausfinden könnten oder vielleicht z.T. längst herausgefunden haben, die Sie aber in dieser konzentrierten Zusammenstellung kaum an einer anderen Stelle finden dürften.

Ich setze voraus, dass Sie einen PC vor sich haben, der bereits ans Internet angeschlossen und online geschaltet ist, und dass Sie einen entsprechenden Inter-Browser wie z.B. Netscape oder den InternetExplorer gestartet haben. Wer über diese technischen Möglichkeiten noch nicht verfügt, sollte sich schnellstens für eine entsprechende Ausstattung seines Arbeitsplatzes stark machen. Aber selbst, wenn Ihr Arbeitsplatz noch nicht vernetzt sein sollte, wäre das kein Hindernis, die hier dargestellten Möglichkeiten zu nutzen. Viele Bibliotheken bieten heute bereits Computerpools für Recherchezwecke, die Sie als Inhaber/in einer Leserkarte in der Regel kostenlos nutzen können.

Beginnen wir also so allgemein, wie es für unser Thema sinnvoll ist: Wie finde ich im Internet die Homepage einer beliebigen Universitätsbibliothek in Deutschland? Die meisten Universitätsbibliotheken sind über die Homepage der jeweiligen Uni zu erreichen, und deren URL (="Internet-Adresse") hat gewöhnlich die Form:

http://www.uni-stadtname.de

Geben Sie also die URL in dieser Form im Adressfeld Ihres Browsers ein und drücken Sie die Return-Taste, dann dürfte es nicht lange dauern, bis die Homepage der jeweiligen Uni erscheint. Als Beispiel wähle ich die Hompage der Uni Halle, die mir am besten vertraut ist:

http://www.uni-halle.de

Wie Sie sehen, finden Sie hier eine Reihe anklickbarer Links zu den einzelnen Einrichtungen der Universität. Da wir momentan nicht auf der Suche nach einem Institut oder einer Fakultät, sondern nach einer Bibliothek sind, klicken wir auf den Link "Zentrale Einrichtungen". Hier sehen Sie gleich einen Link, der direkt zur Homepage der Universitätsbibliothek führt, in diesem Falle zur Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt. Die URL dieser Bibliothek hat die Form

http://www.bibliothek.uni-halle.de/

Natürlich können Sie diese Adresse auch gleich direkt eingeben, wenn Sie sie kennen. Allerdings hat die URL nicht jeder Uni-Bibliothek die gleiche Struktur. Deshalb habe ich Ihnen zuerst den allgemeineren Weg über die Homepage der jeweiligen Uni gezeigt.

Die Homepage der ULB Halle bietet eine Fülle nützlicher Informationen für Wissenschaftler, die auf der Suche nach Büchern sind - so viele, dass ich Sie Ihnen nicht alle erläutern kann, da ich auch noch ein paar andere nützliche Seiten vorstellen möchte. Auf zwei Dinge muss ich Sie aber unbedingt aufmerksam machen. Als erstes natürlich auf die Homepage des Sondersammelgebietes "Vorderer Orient/Nordafrika" - nicht, weil das meine gegenwärtige Arbeitsstelle ist, sondern weil das für Ihre Arbeit als Turkologen von besonderer Bedeutung sein dürfte. Wenn Sie also auf den entsprechenden Link klicken, landen Sie auf einer Seite des hier in Hamburg geführten WEBIS-Projektes, die alle Sondersammelgebiete der betreffenden Bibliothek anzeigt. Die ULB Halle hat nur ein Sondersammelgebiet, daher ist diese Seite scheinbar redundant. Hier müssen Sie also noch einmal auf der linken Seite den Namen unseres Sondersammelgebietes anklicken, und dann landen Sie direkt auf unserer Homepage

http://webis.sub.uni-hamburg.de/cgi-bin/ssg?dir=bib.3/ssg.6_23

auf der wir viele nützliche Informationen für Turkologen, Arabisten, Iranisten, Orientalisten und verwandte Wissenschaftler darzubieten bemüht sind. Auch diese werde ich nicht alle erläutern, sondern nur auf die eingehen, die unmittelbar mit der Frage der Literaturrecherche zu tun haben.

Als Sondersammelgebiet veröffentlichen wir regelmäßig Listen unserer monatlichen Neuerwerbungen. Den entsprechenden Link sehen Sie links. Wenn Sie ihn anklicken, öffnet sich die Seite

http://webis.sub.uni-hamburg.de/cgi-bin/ssg?file=bib.3/ssg.6_23/wwwforms/neli.html

Die hier angezeigten Listen informieren Sie darüber, welche Literatur von uns angeschafft wurde, und bieten damit eine wertvolle Orientierung für die gezielte Auslösung von Fernleihbestellungen, die Sie, wenn Sie das betreffende Buch in einer unserer Listen gefunden haben, nicht erst ziellos durch viele Bibliotheken des Bundesgebietet irren lassen müssen. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass nicht immer alle Bücher unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung in einer Neuerwerbungsliste auch sofort ausleihbar sind. Viele Paperbacks müssen erst noch in die Buchbinderei, was ihre Einstellung in den realiter ausleihbaren Bestand manchmal um zwei bis drei Monate verzögern kann. Deshalb empfiehlt es sich, die tatsächliche Verfügbarkeit eines Buches vor Auslösung einer Fernleihbestellung erst noch im OPAC zu überprüfen.

Was ist ein OPAC? Diese Abkürzung bedeutet "Online Public Access Catalog". Es handelt sich dabei um eine für jederman im Internet zugängliche Möglichkeit zur Recherche in der Bestands-Datenbank einer Bibliothek oder eines Bibliotheksverbandes. Im Falle der Uni Halle liegt dem OPAC die Bestands-Datenbank des Gemeinsamen Bibliotheksverbandes (GBV) von sieben Bundesländern zugrunde, die zur Zeit ca. 15 Millionen Titel enthält, und die sich im Herbst 1999 durch den Beitritt der Berliner Staatsbibliothek noch einmal spürbar vergrößern dürfte. Das bedeutet, dass Sie, im Unterschied zu den Bibliotheksmitarbeitern, zwar nicht direkt in diese Datenbank einsehen, aber über das Internet Suchoperationen in ihr ausführen können. Auf den Hallenser OPAC

http://haweb1.bibliothek.uni-halle.de/cgi-bin/nph-wwwp3?DB=BES1.SYS8&LANG=DU&EXT=ON

können Sie von mehreren Stellen aus gelangen: Natürlich über die Homepage der Bibliothek, aber auch von der unseres Sondersammelgebietes aus. Hier klicken Sie einfach auf "Kataloge" und scrollen ein wenig nach unten, schon finden Sie den entsprechenden Link. Auf die Methode des Suchens in diesem OPAC, den ich Ihnen als zweites vorstellen wollte, komme ich nachher noch zu sprechen.

Falls Sie aber nicht nur nach Büchern suchen, die ab 1998 in Halle angeschafft wurden, sondern nach solchen, die evtl. schon früher in Tübingen angeschafft worden sind, gibt es auch noch eine Möglichkeit, beide Bibliotheken zugleich abzufragen. Denn bei der Verlagerung des Sondersammelgebietes sind die Tübinger Bestände in Tübingen verblieben, in Halle befindet sich quasi die Fortsetzung der Tübinger Sammlung. Wir haben es also mit einer auf die Standorte Tübingen und Halle verteilten Sammlung zu tun, die aber dennoch eine thematische Einheit bildet, und deren Abgrenzung lediglich in der Anlieferung vor oder nach der Jahresgrenze zwischen 1997 und 1998 liegt. Um nun diesen thematisch zusammenhängenden Bestand leichter abfragen zu können, wurde ein gemeinsamer OPAC der Tübinger und der Hallenser Bibliothek aufgebaut, den Sie gleichfalls über die Seite "Kataloge" der SSG-Homepage erreichen können.

http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/hylib/vk_ssg_vo.html

Ausführlicher als diesen gemeinsamen OPAC möchte ich Ihnen aber die Recherchemöglichkeiten im Hallenser OPAC vorstellen. Der OPAC der UB Tübingen

http://opac.ub.uni-tuebingen.de/

ist optisch etwas anders gestaltet, bietet aber im Prinzip die gleichen Recherchemöglichkeiten.

Wie Sie sehen, haben Sie rechts ein Feld, in dem Sie anklicken können, nach welcher Kategorie Sie suchen. Am häufigsten dürfte die Suche nach einem Autorennamen oder einem Titelstichwort sein. Falls Sie einen Autorennamen suchen wollen, müssen Sie den Pfeil neben dem rechten Feld und dann die Option "Personennamen" anklicken. Dann klicken Sie einmal in das untere Feld, um dieses zu aktivieren. Sobald Sie dort einen Cursor sehen, geben Sie den gesuchten Namen ein. Falls Sie bei der Eingabe von Umlauten keine brauchbaren Ergebnisse erzielen, weil Ihr System mit dem in Halle nicht kompatibel ist, können Sie die Umlaute auch nach deutscher Weise aufgelöst eingeben. Zugegeben, für die Augen eines Turkologen sieht es höchst merkwürdig aus, einen Namen wie z.B. "Köprülü" als "Koepruelue" zu lesen oder gar zu tippen, weil die Umlaute der modernen türkischen Orthographie ja nicht auf die gleiche Weise historisch entstanden sind wie die im Deutschen, aber das muss man einfach ignorieren - so führt die Suche wenigstens zum Erfolg. Den (ersten) Vornamen des Autors können Sie nach einem Komma komplett eingeben; es ist aber meistens besser, ihn mit einem Fragezeichen zu trunkieren, weil Sie so auch die Titel angezeigt bekommen, die im System mit mehr oder weniger Vornamen enthalten sind als in der möglicherweise gerade vor Ihnen liegenden Angabe.

Suchen Sie dagegen nicht nach einem Personennamen, sondern nach dem Bestandteil eines Titels, so können Sie die Suchoption "Titelstichwoerter" gleich stehen lassen. Eine sehr interessante dritte Möglichkeit neben der Suche nach Personennamen oder einem Titelstichwort ist die nach einer lokalen Systematik. In den Neuerwerbungslisten des Sondersammelgebietes finden Sie unsere Neuerwerbungen nach einer inhaltlichen Systematik angeordnet, die auch im OPAC recherchierbar ist. So finden Sie beispielsweise Bücher zur osmanischen Geschichte unter 19.3. oder Bücher zur türkischen Literatur unter 18.6. Diese komplette Systematik ist auch auf der SSG-Homepage veröffentlicht. Im OPAC können Sie sich nun alle Titel zu einem bestimmen Gliederungspunkt dieser Systematik anzeigen lassen. Dafür müssen Sie nach Auswahl der Suchoption "Lokale Systematik" unsere Notation in der Form "ssgx.y." eingeben, ohne Leerzeichen hinter ssg und mit je einem Punkt hinter beiden Zahlen. So erhalten Sie bei der Notation 18.6. beispielsweise über 240 Treffer, aber diese Zahl kann morgen schon wieder höher liegen, weil alle Bücher, die neu eingearbeitet werden, sofort im OPAC erscheinen. Der Vorteil der Suche im OPAC gegenüber der in unseren monatlichen Neuerwerbungslisten besteht darin, dass Sie hier unabhängig vom Erwerbungsmonat den gesamten zu einer bestimmten Systematik-Gruppe gehörenden Bestand auf einmal angezeigt bekommen. Klicken Sie nun auf einen Sie interessierenden Titel, dann erscheint dieser mit detaillierten Angaben, und wenn Sie weit genug nach unten scrollen, können Sie auch sehen, ob dieses Buch bereits ausleihbar oder noch im Geschäftsgang ist. Wenn Sie dagegen von einem Sie interessierenden Buch bereits die Signatur kennen, z.B. aus einer unserer Neuerwerbungslisten, oder etwa die ISBN, z.B. aus einem Verlagskatalog, dann können Sie danach mit der entsprechenden Suchoption auf analoge Weise suchen und kommen so u.U. noch schneller zu der gewünschten Information.

Was ich Ihnen jetzt am Beispiel der ULB Halle und des Sondersammelgebietes "Vorderer Orient" vorgeführt habe, gilt natürlich für andere Bibliotheken analog. Sie können sogar nach den Beständen sämtlicher Bibliotheken des gemeinsamen Bibliotheksverbandes auf einmal suchen. Die URL lautet:

http://www.gbv.de/cgi-bin/nph-wwwp3?DB=BES1.SYS2&LANG=DU&EXT=ON

Diese erreichen Sie aber auch z.B. über die Homepage der ULB Halle über den Link "Datenbanken und elektronische Kataloge", von da aus müssen Sie dann nur noch den Link zur GBV-Datenbank anklicken, und dort finden Sie unter den "Datenbanken mit Bestellfunktion" als ersten den eben genannten Link. Und diese Datenbank verhält sich genau wie ein OPAC. Die Bestellfunktion, die ich vorhin beim Hallenser OPAC nicht erwähnt habe, nützt Ihnen allerdings nur, wenn Sie sich vorher per e-Mail angemeldet haben. Nach meiner Erfahrung dauert es einen Tag, bis Sie nach einer Anmeldung die notwendige Nutzernummer und das dazugehörige Passwort bekommen haben. Die von mir zuerst beschriebene traditionelle Bestellung per Fernleihe ist zwar langsamer, dafür aber deutlich billiger als eine Bestellung über den Direktlieferservice des GBV, über den Sie übrigens nicht nur Monographien, sondern z.T. auch schon Zeitschriftenartikel beziehen können.

Ein Verzeichnis der an unserem Sondersammelgebiet geführten Zeitschriften finden Sie, wenn Sie auf der Homepage unseres SSG den Menüpunkt "Kataloge" anklicken und dann im rechten Text ganz nach unten scrollen. Die URL lautet:

http://www.bibliothek.uni-halle.de/ssg/zsliste.htm

Zur Zeit bereiten wir die online-Bestellung und Direktlieferung von Artikeln aus diesen Zeitschriften vor, die in Halle für einige Zeitschriften universitäts-intern bereits funktioniert.

 

Nach diesen Hinweisen zu Recherchemöglichkeiten auf deutschen Bibliotheksservern möchte ich nun, bevor ich zum Abschluss komme, Ihnen noch einige Links zu Internet-Seiten geben, über die Sie direkt aus der Türkei Informationen über in dortigen Bibliotheken befindliche oder im Handel neu erschienene Bücher bekommen können.

Die Nationalbibliothek in Ankara finden Sie unter

http://www.mkutup.gov.tr/index.shtml

Sehr gute Web-Seiten mit Suchmöglichkeiten haben die Bibliotheken der Bilkent-Universität Ankara sowie die Boğaziçi-Universität und die Technische Universität İstanbul. Diese finden Sie unter folgenden URLs:

http://www.bilkent.edu.tr/~library/

http://www.library.boun.edu.tr/

http://www.library.itu.edu.tr/

Die Orta Doğu Teknik Üniversitesi in Ankara hat auch eine sehr nützliche Liste mit Links von online-Datenbanken und Verlegeradressen auf der Homepage ihrer Bibliothek:

http://www.metu.edu.tr/home/wwwlib/webguide/webguide.html

Einen sehr guten Überblick über die neuesten Bücher, die auf dem türkischen Buchmarkt zu haben sind, bietet Ihnen die Homepage der İstanbuler Buchhandlung Pandora:

http://www.pandora.com.tr/

Zum Abschluss möchte ich noch auf die Bibliothek des Orient-Instituts der DMG in İstanbul hinweisen. Der dort geführte Bestand an Zeitschriften ist für viele Turkologen von Interesse. Das Verzeichnis dieses Bestandes soll, soweit mir bekannt ist, demnächst auch auf der Homepage des Instituts:

http://www.sim.net.tr/~oii/

zu sehen sein.

Nun wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Recherche, und dies tue ich auf Türkisch mit einer Formel, die sehr gut zum bisherigen Verlauf unserer Konferenz passt:"İyi sörfler!"


Hinweis: Dies ist eine Vorab-Publikation, der endgültige Text wird im Tagungsband erscheinen.

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